So läuft ein Segeltörn mit der Klasse
Die Klasse wohnt für mehrere Tage an Bord eines Traditionssegelschiffs oder Plattbodenschiffs. Eine Stammbesatzung aus Skipper und Maat führt das Schiff, die Schülerinnen und Schüler übernehmen unter Anleitung Aufgaben an Deck und in der Kombüse.
Tagsüber segelt das Schiff von Hafen zu Hafen, abends bleibt Zeit für Landgang, Spiele an Deck oder einen Sonnenuntergang auf dem Wasser. Vorkenntnisse braucht niemand – die Crew erklärt am ersten Tag alles Wichtige.
Was die Klasse an Bord lernt
- Segel setzen und bergen, Leinen bedienen und Knoten knüpfen
- Steuern nach Kompass und Landmarken
- Wind und Wetter beobachten und einschätzen
- Gemeinsam kochen, abwaschen und Ordnung halten
- Verantwortung übernehmen – jede Aufgabe zählt für das ganze Schiff
Drei Reviere im Vergleich
IJsselmeer
Das IJsselmeer in den Niederlanden ist das klassische Revier für Schulklassen. Das Wasser ist geschützter als die offene See, und historische Hafenstädtchen laden zum Landgang ein – in Enkhuizen erzählt das Zuiderzeemuseum, wie aus einer Meeresbucht ein See wurde. Alles Weitere steht auf der Seite Klassenfahrt: Segeln auf dem IJsselmeer.
Wattenmeer
Durch die Schleusen im Abschlussdeich geht es vom IJsselmeer ins Wattenmeer, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Hier erlebt die Klasse Ebbe und Flut hautnah: Flache Plattbodenschiffe können bei Niedrigwasser trockenfallen, sodass die Klasse über den Meeresboden laufen kann. Ziele sind etwa die westfriesischen Inseln Terschelling und Vlieland.
Wer das Watt lieber vom Festland aus erkundet, findet bei einer Klassenfahrt an die Nordsee geführte Wattwanderungen und Ausflüge zu den Seehundbänken. Das lässt sich auch mit jüngeren Klassen gut umsetzen.
Ostsee
Auf der Ostsee gibt es kaum Gezeiten, dafür offenere Wasserflächen und Etappen zwischen Inseln und Küstenstädten. Starthäfen liegen etwa in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, von dort geht es zum Beispiel in die dänische Inselwelt. Für Klassen, die lieber an Land bleiben, bietet sich eine Klassenfahrt an die Ostsee mit Strand und Küstenorten an.
Für welche Klassen eignet sich ein Segeltörn?
Ein Törn passt besonders gut in die Mittelstufe, wenn die Klasse als Gemeinschaft wachsen soll. Aber auch Abschlussklassen erleben an Bord eine Fahrt, die sich deutlich von jeder Städtereise unterscheidet.
Voraussetzung ist in der Regel, dass alle schwimmen können; Rettungswesten gehören zur Ausrüstung an Bord. Klären Sie Allergien, Medikamente und Ernährungswünsche vorab mit der Crew, denn gekocht wird gemeinsam in der Bordküche.
Packliste für den Segeltörn
An Bord ist der Platz knapp, und das Wetter ist ständiger Begleiter. Ergänzend zur allgemeinen Packliste für die Klassenfahrt gehören diese Dinge ins Gepäck:
- Weiche Reisetasche statt Koffer – in den Kojen ist wenig Stauraum
- Wind- und wasserdichte Jacke und Regenhose
- Schuhe mit heller, rutschfester Sohle für das Deck
- Warme Schichten, Mütze und Handschuhe – auf dem Wasser wird es auch im Sommer kühl
- Schlafsack und Kissenbezug, wenn das Schiff keine Bettwäsche stellt
- Sonnencreme, Sonnenbrille und Kappe – das Wasser reflektiert die Sonne
Anreise mit dem Bus zum Hafen
Der Bus bringt die Klasse mitsamt Gepäck direkt zum Hafen – ohne Umsteigen mit Taschen und Schlafsäcken. Endet der Törn in einem anderen Hafen, holt er die Gruppe dort wieder ab.
Eine Klasse mit Begleitung passt in einen Clubbus; segeln zwei Klassen auf zwei Schiffen, fahren sie gemeinsam im Reisebus an. Den Preis zeigt der Sofortpreis unter Bus mieten für die Klassenfahrt.
Packen Sie die Kleidung in der Reisetasche in wasserdichte Beutel. So bleibt sie trocken, falls doch einmal Wasser in die Kajüte gelangt, und an Bord herrscht schneller Ordnung.